• Kremena Doynov

Geld oder Liebe


Nein, nein, damit ist nicht die Liebe mit dem Chef oder mit der Kollegin aus der Abteilung XY gemeint. "Geld oder Liebe" steht hier für das Dilemma, mit dem viele - ob mitten im Job oder auf der Jobsuche - hadern: Was muss ich verdienen um glücklich zu sein?!

So gestellt jedoch ist die Frage falsch! Viel mehr muss man sich fragen "Was ist mir am Ende wichtiger?" - rein "das Geld", also der Lohn, oder "die Liebe zum Job". Das unterschätzen viele, viel zu viele.

Das Erste, der Lohn, ist schnell zu beurteilen. In den meisten Fällen reicht es, sich ernsthaft und klar die Frage zu stellen - reicht MIR der Lohn, oder reicht er mir nicht? Mit "ernsthaft" ist gemeint, sich nicht in irgendwelchen "Traumausgaben" zu verlieren, sondern wirklich das zu beurteilen, was man zu einem normalen und ausgewogenen Leben braucht. Viele andere Fragen, die man sich oft parallel in diesem Zusammenhang stellt, wie z.B. "Wie viel verdient mein Kollege?", oder "Ist mein Chef seinen Lohn wert?", oder "Bin ich marktgerecht entlohnt?" usw., bringen ausser Frust kaum etwas mehr. Ob Sie es glauben oder nicht - in dem Moment wo Sie anfangen sich hauptsächlich mit solchen und ähnlichen Gedanken zu beschäftigen, ist es passiert. Solche Skepsis liegt in der seltensten Situation alleine beim Lohn selber, sondern viel mehr... an Ihrer Liebe (zum Job).

"Ach, hören Sie auf!", denken sich an diesem Punkt sicher einige. "Was soll das mit der Liebe ZUM JOB? Ich bin doch angestellt und MUSS dafür entsprechend entlohnt werden. Für Liebe und ähnlichen Unsinn gibt es KEINEN PLATZ!" Oder "Ich suche einen gut bezahlten Job! BASTA! Alles andere ist mir EGAL!"


Ach, wirklich?!

Beruhigen Sie sich erst mal und lesen Sie weiter.

Schauen wir uns den Teil "die Liebe" an. Zuerst mal - wie die Liebe überhaupt, ist auch "die Liebe zum Job" schwer zu definieren. Sie ist schwer zu messen und zu vergleichen. Sie besteht aus vielen Komponenten, hat viele Facetten, die unterschiedlichen Menschen stellen auch unterschiedliche Anforderungen an "ihre Liebe" zum Job. Einige gar, wie auch im Leben, stellen ausschliesslich ein Gleichheitszeichen zwischen der Liebe zum Job = der Lohn. Eins ist jedoch ganz sicher, das Gefühl bei dem was man "Tag ein, Tag aus" macht, soll(te) auch beglücken. Keine Frage!

Aber was bedeutet das für den Job? Muss ich jeden Tag "mit Schmetterlingen im Bauch" zur Arbeit hüpfen, unterwegs noch einen Blumenstrauss "für die Firma" besorgen und das Foto meines Büros im Portemonnaie tragen?!?

Nein, ich bitte Sie! Ich schreibe hier nicht das Drehbuch einer "Bollywood Romance". Wenn Sie jemals die Liebe im Leben erlebt haben, werden Sie wissen müssen, dass die ECHTE Variante sich nicht immer wie "auf Wolke 7 schweben" anfühlt und schon gar nicht stets nach "Zuckerwatte" schmeckt. Sie ist mal ruhig, mal intensiv. Mal fordernd, mal zurückhaltend. Manchmal fühlt sie sich befreiend an, manchmal stressig. Sie erfüllt einen, und dann lässt sie einen hin und wieder wie "leer" da stehen. Mal ist sie perfekt, mal chaotisch. Sie beflügelt und erdet. Doch egal wie sie sich gerade anfühlt, die (echte) Liebe, fühlt sich richtig an. Wir verzeihen, wir verstehen. Wir sind bereit mehr als nur das Nötige dafür zu tun. Wir berechnen nicht dauernd "dafür und dagegen". Wir studieren nicht die Liebe von anderen, nach Unterschieden oder Ähnlichkeiten suchend. Wir sind dankbar. Daran zu denken empfinden wir nie als "Gedankenverschwendung" und es fällt uns nicht schwer "für die Liebe" da zu sein. Wir würdigen. Wir glauben daran. Usw. usw.

Wir fühlen uns einfach wohl!

Na also! Und wie ist das jetzt "für den Job" zu verstehen?

Exgüsi, aber die Antwort auf diese Frage liegt allein bei Ihnen. Einfach Achtung, versuchen Sie - auch wenn nur für einen Moment lang - sich von irgendwelchen Lohngedanken zu lösen.

Wie ist Ihr Team? Wie ist das Arbeitsklima? Wie fühlen sich die Aufgaben an, die Sie zu erledigen haben? Haben Sie Perspektiven? Fühlen Sie sich "am richtigen Ort"? Müssen Sie sich jeden Tag aufs Neue motivieren zur Arbeit zu gehen? ("müssen" habe ich gefragt!) Und wie ist es am Abend, liegen Sie zufrieden "mit Ihrem Job" im Bett? Fällt es Ihnen einfach, sich mit der Firma, was sie macht, und vor allem wie sie es macht, zu identifizieren? Abgesehen vom Lohn, wie sieht es mit anderen "Wohlfühl"- Faktoren aus, die nicht unbedingt und direkt mit einer Zahl zu ersetzen sind? Fühlt sich das "mit Ihrem Job" echt an oder müssen Sie dauernd Bedenken unterdrücken? Und wie ist Ihr Chef? Und so weiter und sofort. Fragen, die - wie Sie sehen - herzlichst wenig mit der Lohnabrechnung Ende Monat zu tun haben. Die aber - auf lange Sicht - viel mehr zu Ihrem Glück und Ihrer Zufriedenheit beitragen werden, als jede, noch so ansehnliche Zahl! Nicht zu unterschätzen auch für Ihre Gesundheit!

Und wenn Sie gerade auf der Stellensuche sind, wie wäre es wenn Sie versuchen, sich nicht nur darüber Gedanken zu machen "wie verhandle ich über den Lohn?", "Was will ich verdienen?", "Zu welchem Lohn sage ich Ja?". Wieso stellen Sie sich auch nicht die Frage "Wie finde ich heraus ob ich mit der neuen Firma "eine Liebesbeziehung" eingehen kann? Wie finde ich heraus ob wir zu einander passen?".

Denn glauben Sie mir, in meinem Leben habe ich mehr Menschen getroffen, die vehement versuchen sich selber zu überzeugen, dass das Geld wichtiger ist als alles andere. Und zwar egal ob es um die persönliche Liebe oder um die Liebe zum Job geht. Und keiner, aber wirklich keiner davon wirkte glücklich und überzeugend. Aber schliesslich mag es für manche Menschen noch so unverständlich rüberkommen - die Entscheidung "Geld oder Liebe" liegt bei jedem selber und alleine. Auch die Konsequenzen dieser Entscheidung. Egal ob im Leben oder im Job.

Und wofür stehen Sie? Diskutieren Sie auf der Facebook Seite von Job Energy.

Oder vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin, zusammen werden wir es herausfinden.


P.S. I love you...

... hiess einmal ein Film. Hier möchte ich jedoch nur hinzufügen, dass es sie tatsächlich gibt - Die Glücklichen, die die Liebe und das Geld "gleichzeitig" haben. Ob im Leben oder im Beruf... wobei nicht selten beides auch zusammen hängt. Die gibt es wirklich! In der Realität sind sie einfach nicht "im Überfluss". Weise Menschen behaupten, dass sowas dann passiert, wenn man weder die Liebe, noch dem Geld nachrennt und bezwingen will.


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