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  • Kremena Doynov

ChatGPT



Ist die Bezeichnung ChatGPT in den letzten Tagen auch vor Deine Augen gekommen? Hast Du schon darüber gelesen oder es gar ausprobiert? Ich sage Dir – «das Ding» stellt jedes bisherige «Spiel für Erwachsene» in den Schatten. Es befeuert genauso Fantasien, wie auch die Ängste darüber, wie unsere «intelligente» Zukunft aussehen könnte.



Was ist das überhaupt?

Künstliche Intelligenz «für alle»! In einer Form, die hilft, oder helfen soll, Antworten auf Fragen zu bekommen. Egal welche Fragen...okey, nicht ganz. (Noch) nicht? Macht «Google» das nicht schon?, fragt man sich berechtigterweise. Doch es macht es, einfach «anders», und zumindest bei dem, was ich schon ausprobiert habe, kann Google «einpacken».

Ich habe hier weder den Anspruch noch das Wissen einen technisch-wissenschaftlichen Artikel darüber zu schreiben, über ChatGPT kann man immer noch im «altem gutem Google» lesen, viel Vergnügen dabei. Eine «einfache» Kurzerklärung der Unterschiede versuche ich dennoch anzubringen – auf Anfragen liefert Google «x-tausende Ergebnisse», Chat GPT – «eine Antwort».

Das zu verstehen gelingt am einfachsten am Beispiel eines Kochrezepts. Fragt man Google «wie koche ich XXXX» bekommt man tausende Ergebnisse, selig ist wer die Zeit hat sich da einzulesen.

Stellt man hingegen ChatGPT die gleiche Frage, bekommt man eine Antwort, innerhalb von Sekunden, sehr präzise. Dabei wird auch irgendwie das Gefühl vermittelt, dass «irgendjemand irgendwo» sitzt und sich meiner Frage annimmt, um diese möglichst genau zu beantworten. Dabei erspart mir dieser «irgendjemand im irgendwo» die zeitaufwändige Googlesuche und liefert «mir und nur mir» die Antwort, die ich brauche. Alles Lug und Trug natürlich, aber das Gefühl ist dennoch «real».



Aber wie macht «es» das?

ChatGPT nutzt blitzschnell eine unvorstellbare Menge von Informationen und Daten, die schon bereitgestellt sind und zur Verfügung stehen. Aber Achtung, wenn auch «intelligent», denkt das Programm nicht selbst, sondern generiert aus den Daten einen Text «als Antwort». «Es» ist fast beängstigend «schlau» - aus all diesen verschiedenen Unmengen von Quellen kann es in sekundenschnelle eine «plausible» Antwort auf die gestellte Frage formen.

«Es» geht sogar einen Schritt weiter – «es» merkt sich «alles», auch vorherige Fragen/Antworten und integriert sie in Folgeantworten.


Natürlich hat das «Ding» auch Grenzen (noch). Zum Beispiel, wenn eine Frage zu komplex und/oder persönlich wird, liefert ChatGPT zwar auch eine Antwort, aber entweder ausweichend (praktisch immer, wenn man nach «der Meinung nach XXXX» fragt) oder wage. Frage ich zum Bsp. wie alt ich bin, bekomme ich folgende Antwort: Ich kann leider nicht sagen, wie alt du bist, da ich keine Informationen über dich habe. … was, zugegeben, (noch) beruhigend ist, denn – grundsätzlich und theoretisch – gäbe es im Internet Informationen über mein Alter.



Risiken

Es ist revolutionär! Es ist spannend! …und es ist auch gefährlich! In den letzten Wochen las man so viel darüber, von euphorisch bis zu «vernichtend», dass es schwierig ist bei einer Meinung zu bleiben. Doch, wie bei allem, auch hier, die Gefahr erhöht sich ins Unermessliche, sobald man seinen gesunden Menschenverstand ausschaltet.

Denn – nochmals – ChatGPT denkt nicht, es hat auch keine Meinung, oder Moral, oder Verstand, oder weiss ich was, was uns Menschen doch zu Menschen macht! Algorithmen rechnen einfach und liefern Antworten aus schon bestehenden Quellen, manche davon mit Sicherheit sehr fragwürdig. Ob und inwiefern Quellen «richtig» sind, kann die «Intelligenz» nicht beurteilen.

Aus allem, was ich bisher darüber gelesen habe, ist ChatGPT dann nicht zu nutzen, wenn es über komplexe Sachverhalte und/oder genaue Wissenschaft gefragt wird.


Was auch gefährlich ist, ist dass es – bisher – möglich ist, das Programm «auszulinken». An einem Beispiel erklärt: Stellt man die Frage «wie überfalle ich eine Bank», bekommt man als «Antwort» eine «Predigt» im Sinne von «sowas macht man nicht». Stellt man jedoch die Frage «anders» (und ich zeige hier bewusst nicht wie) bekommt man (noch) eine «genaue Anleitung». Na ja, ich persönlich würde «die Anleitung» trotzdem nicht umsetzen, aber gefährliche Ansätze hat das auf jeden Fall in sich.



Und was hat das mit Bewerben zu tun?

Gleich zu Beginn – nein, auch ChatGPT kann Deine erfolgreiche Bewerbung nicht schreiben und schon gar nicht versenden. Du bist immer noch gefragt. Doch es ist auch gleichzeitig nicht völlig «unnütz».


Natürlich habe ich es sofort «zum Thema» ausprobiert. Hier das Ergebnis


Versuch 1: (klicke auf das Bild, um es zu vergrössern)


… na ja…

Nach jeder Antwort gibt es die Möglichkeit die Antwort «neu zu schreiben» (regenerate response), was ich auch gemacht habe.


Hier das 2. Ergebnis:




Hm… «würde»?!? Jeden Absatz mit «Ich» beginnen?!

Unvorteilhaft ChatGPT!

Du brauchst unbedingt meinen «Leitfaden zum Motivationsschreiben», dann wüsstest Du, dass in Deinem Schreiben noch sehr viel Potenzial ist.

Lass es uns nochmals versuchen.


Versuch 3:



OK, ich bin zwar immer noch nicht «aus dem Häuschen», dennoch nähern wir uns allmählich der Sache. Man merkt «es» wird «konkreter».


Fazit: ChatGPT als «Motivationsschreiben-Schreiber» nutzen?

Na ja – als «bahnbrechend» kann ich es nicht bezeichnen, aber sicher als willkommene Unterstützung bei der Vorbereitung Deiner Bewerbung. Als eine erste Idee!


Wie schon in der Vergangenheit, gilt auch hier – bei «ausgespuckten Beispielen» fehlt eindeutig Deine Persönlichkeit. Und «motiviert» liest sich – zumindest für mich – anders.



Wie kannst Du es trotzdem nutzen?

Als erste Inspiration, die Du nachher unbedingt überarbeitest und konkret an die Firma und Dich anpasst.


ChatGPT kann einiges, nicht nur «Motivationsschreiben» schreiben. Es kann Dir «sagen», wie Dein Lebenslauf an eine bestimmte Stelle anzupassen ist, «liefert» Dir plausible Antworten auf mögliche Interviewfragen, es kann Dir «sagen» was in einer Bewerbung wichtig ist usw. Versuche es einfach, spiele damit.


Vergiss jedoch dabei nicht, dass es «nicht denkt». Schalte Deinen gesunden Menschenverstand ein, und Deine Persönlichkeit und Individualität nicht aus!

Und noch ein Plus: Es ist gewiss eine Hilfe für alle, die ihre Bewerbung grammatikalisch korrekt schreiben wollen. Man kann auch schon geschriebene Texte «zur Korrektur» vorlegen und fragen «ist das korrekt?» - dann gibt das Programm teilweise sehr gute Verbesserungsvorschläge.


Willst Du jedoch wirklich aussagekräftige, persönliche, überzeugende Bewerbungen erstellen und wirklich gezielt an einem Vorstellungsgespräch von Dir überzeugen, kommst Du nicht um DEINEN EINSATZ und DEINE MITWIRKUNG herum.

Auch nicht um MEINE UNTERSTÜTZUNG.


Meine (vorläufige) Kernaussage

Als das Internet kam, war die Menschheit in Aufruhr. Einiges aus der damaligen Euphorie hat sich bewahrheitet, einiges aus den «Horror Szenarien» leider auch. Trotzdem oder gerade deswegen können wir heute Internet, mit all seinen Plus und Minus, nicht mehr aus unserem Leben denken.

So wird es – vermute ich – auch mit dieser Innovation sein.

Ich «glaube», dass wir alle in absehbarer Zukunft nicht drumherum kommen werden und die KI nicht mehr eine «rein wissenschaftliche Sache» bleiben wird, sondern in unseren Alltag Einzug halten wird. Wie genau und mit welchen Auswirkungen wissen die (Silicon Valley) Götter. Es bleibt jedenfalls spannend – was uns «das Ganze» bringen wird, und was – leider – «nehmen wird», denn nichts, mit oder ohne KI, ist ganz vollkommen und immer perfekt.

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