• Kremena Doynov

Die 6 besten und schlechtesten Schriftarten für Deine Bewerbung


Hand aufs Herz - wenn Sie eine Bewerbung schreiben, kümmern Sie sich auch um die Schrift, oder nehmen Sie "standardmässig" Arial? Wenn Sie es so wie viele anderen gleich machen, dann machen Sie es eben falsch!

Es ist bewiesen, dass nicht nur die geschriebenen Aussagen, sondern auch ihre Gestaltung einen grossen Einfluss auf den Empfänger haben. Nicht nur der erste Eindruck, die ganze Aufmachung leidet darunter. Was für eine Schriftart sollte man für seine Bewerbung benutzen und warum erklärt der Bericht. Natürlich nicht abschliessend, sondern als erster Schritt in die richtige Richtung. Denn wie heisst es so schön: "das Auge isst mit". Mit einem passenden, modernen Schrift beziehen Sie die auch die Augen des Betrachters im Prozess des Interessenweckens mit.

 

Wir wollen ja nicht oberflächlich sein, aber hin und wieder stimmt es: der erste Eindruck zählt. Vor allem im Rahmen einer Bewerbungsmappe können ein merkwürdiges Layout, unschöne Rechtschreibfehler oder unwichtige Informationen dazu führen, dass die Unterlagen aussortiert werden – insofern Bewerber nicht durch super wichtige, extrem begehrte Fähigkeiten glänzen. Bei der Bewerbung können einige kleine und große Fehler gemacht werden. Heute möchten wir uns mit der Schriftart beschäftigen und euch jeweils sechs Dos und Don'ts kuratieren.

Die 6 besten Schriftarten für eine Bewerbung: Garamond, Helvetica, Georgia und Co.

Garamond. Die Schriftart dürfte nicht unbedingt jeder in seinem Alltag regelmäßig nutzen. Der Grund warum sie hier auftaucht ist vor allem der, dass sie eine hervorragende Alternative zu Times New Roman ist. Times New Roman ist die beliebteste Schriftart – auch für Bewerbungsschreiben. Wer jedoch vermeiden möchte, dass die eigene Bewerbung sich optisch kaum von den anderen auf dem Tisch des Personalers unterscheidet, der greift zu Garamond.

Helvetica gehört mit Sicherheit zum Adel der Schriftarten und hat es in unserem Alltag zu großen Ruhm gebracht. Verschiedene Unternehmenslogos wie etwa das von BMW kommen verdächtig nah an Helvetica Monospaced Bold heran. Und auch die New Yorker U-Bahn arbeitet mit der Schriftart im Rahmen der Beschilderung. Helvetica hat einen cleanen und zeitgenössischen Look, der dennoch professionell herüberkommt.

Georgia ist eine weitere Alternative zu Times New Roman. Diese Serifenschrift hat Buchstabenformen mit dickeren Strichen, die es vereinfacht, auch kleinere Schriftgrößen lesen zu können. Zudem sieht sie auf Computerbildschirmen gut aus. Wer also digiale Bewerbungen in Form von Webseiten, Blogposts oder einfach nur PDF-Dokumente per Mail verschickt, liegt mit Georgia auf jeden Fall nicht verkehrt.

Cambria ist eine Serifenschrift, die ebenfalls auf Computer-Monitoren funktioniert. Als Teil der „Clear-Type-Font“-Sammlung aus Microsoft Office wurde sie sogar extra dafür entwickelt. Der Erfinder der Schriftart Jelle Bosmar betont jedoch, dass sie unter der Prämisse das neue Time New Roman zu werden, designed wurde – und somit auch für Papier geeignet ist. Die robuste Konstruktion und gute Lesbarkeit macht Cambria zu einer guten Wahl für Online- und Printprodukte.

Obwohl Calibri seit 2007 die Standard-Word-Schriftart ist, ist sie bei weitem nicht so populär wie Arial – das auf unserer Don’t-Liste zu finden ist. Calibri ist serifenlos und somit eine schöne Alternative zu Arial. Wer die Schriftart bei Schriftgröße 12 nutzt, kann bei einer optimalen Länge von 500 bis 750 Wörter einen Lebenslauf verfassen, der über zwei Seiten geht – was optisch viel her macht.

Gill Sans wurde in England in den 20er-Jahren entwickelt. Sie gilt als einfache serifenlose Schrift, die leicht lesbar und vor allem in Großbritannien sehr populär ist. Die Schriftart findet sich auf Mac OS und einigen Microsoft-Programmen. Berühmt wurde Gill Sans durch ihren Einsatz im „Keep Calm and Carry On“-Poster, das eine britische Buchhandlung wiederentdeckt und verbreitet hat.

Die 6 schlechtesten Schriftarten für eine Bewerbung: Times, Arial, Courier und Co.

Times New Roman. Überrascht? Naja, eigentlich nicht wirklich. Wir haben es oben ja schon angesprochen.Times New Roman ist im Grunde eine tolle Schriftarte. Jedoch wird sie zu inflationär für jegliche Schriftstücke benutzt, die so im Alltag kursieren – auch in Rahmen von Bewerbungsanschreiben. Kurzum: “Wer Times New Roman im Lebenslauf nutzt, kann auch in Jogginghose zum Bewerbungsgespräch gehen!“ Wer sich absetzen möchte, wählt Garamond.

Über Arial haben wir weiter oben auch schon kurz gesprochen. Die Schriftart ist der serifenlose Bruder von Times New Roman und wird mindestens ebenso ausgiebig benutzt. Wer Arial nutzt, der zeigt, dass er sich kaum mit der Formatierung des Anschreibens beschäftigt hat. Auch hierfür gibt es weniger populäre Alternativen, die sich empfehlen – Calibri beispielsweise.

Courier wurde entwickelt um die Schriftart einer Schreibmaschine zu replizieren und ist später auch tatsächlich zum Standard bei elektrischen Schreibmaschinen geworden. Das Blöde nur: Ihr habt euer Anschreiben und den Lebenslauf mit ziemlicher Sicherheit nicht an einer Schreibmaschine verfasst – warum also so tun als ob? Hinzukommt, dass Courier eine nichtproportionale Schriftart ist und insofern etwas unnatürlich wirkt – vor allem bei .

Comic Sans. Nur für den Fall, dass ihr die letzten Jahre in einer Höhle auf einer verlassenen Insel im Südpazifik gelebt und es einfach nicht mitbekommen habt: Comic Sans geht gar nicht. Egal um was es geht, macht einen ganz großen Bogen um die Schriftart. Sie wurde 1994 entwickelt, um die Sprechblasen-Schrift in Comic-Büchern zu replizieren. Da – und wirklich nur da – ist Comic Sans sinnvoll. Generell gilt: Jede Schriftart die „witzig“ oder „verspielt“ daherkommt, ist ungeeignet für die Bewerbungsmappe.

Impact gehört ebenfalls zu den Don’ts der Schriftarten in Bewerbungsschreiben. Nur weil Impact groß und schwer ist, heißt das nicht, dass sie am besten euer Selbstbewusstsein widerspiegelt. Die Schriftart wurde vor allem für Schlagzeilen in Großbuchstaben entwickelt. Impact im Fließtext sorgt dafür, dass das komplette Anschreiben völlig unlesbar wird. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob wir über ein Online- oder Printdokument sprechen. Auch hier bitte dringend die Finger von lassen.

Futura wurde – wie Gill Sans – ebenfalls in den 20er-Jahren entwickelt. Die serifenlose Schrift stammt aus Deutschland. Obwohl sie sehr sauber und attraktiv gestaltet ist, hat sie einige Makel, die sie für Bewerbungsschreiben disqualifiziert. Sie hat ungewöhnlich große Kleinbuchstaben und einen schrillen Kontrast zwischen scharfen und runden Buchstaben. Sie ist für textlastige Dokumente insofern ungeeignet.

 

Ihre Meinung über die Gestaltung einer Bewerbung und die möglichen Auswirkungen auf das sog. "erstes Aussortieren" ist wichtig. Diskutieren Sie mit anderen auf die Job Energy Facebook Seite.

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