• Kremena Doynov

Elevator Pitch


Irgendwann im Leben trifft man unweigerlich zum ersten Mal auf den «Elevator Pitch». Das kann an einem beruflichen Seminar sein, an einem Kurs, in einem Bericht, an einem Persönlichkeits- oder Verkaufstraining oder bei mir. Doch «davon gehört» ist von «darüber Bescheid wissen» meilenweit entfernt.

Sie meinen «Die Methode ist bekannt, jeder kennt sie!», oder vielleicht sind Sie gar überzeugt «jeder kann es»? Na ja, träumen Sie weiter…

Auch wenn Elevator Pitch heute kein «Fremdwort» mehr sein sollte wissen viele Menschen überhaupt nicht was das ist. Noch viel weniger können es. Aber das Schlimmste ist, dass die wenigsten verstehen, wie wichtig das im heutigen Leben ist!

Aber Moment mal, vielleicht gehören Sie zu denjenigen, die diesen Begriff zum ersten Mal hören? Bevor ich Sie an Google «verliere» erkläre ich Ihnen worum es geht. Und für die anderen, die die es wissen, habe ich auch ein paar wichtige Hinweise.

Die klassische Definition eines Elevator Pitches besagt, dass das DIE METHODE ist, sich kurz, informativ und packend vorzustellen. Ich werde mich in diesem Bericht nur auf die eigene Vorstellung konzentrieren, möchte aber gleich zum Anfang betonen – Elevator Pitch kann man in unzähligen, anderen (Vorstell-)Situationen im Leben anwenden – die Vorstellung einer Idee, eines Produkts, einer Dienstleistung, eines Angebot etc.

Die Bezeichnung, wie das unschwer zu erkennen ist, kommt aus dem englischen, genauer gesagt aus Amerika. Sie 1:1 auf Deutsch zu übersetzen ist schwierig. Elevator heisst auf Deutsch Aufzug, doch schon beim Pitch gibt es mehrere Übersetzungsvarianten. Viel wichtiger als die «nackte» Übersetzung ist deshalb die Bedeutung, der Sinn und die Wirksamkeit hinter diesem Begriff zu verstehen.

Elevator Pitch ist ein spezielles Vorgehen, das immer dann zum Zug kommt, wenn es darum geht etwas - also in diesem Bericht SICH SELBER - vorzustellen. Er ist eine einzigartige Eigenpräsentation. Eine präzise Information über sich selber! Eine exakte Zusammenfassung. Ein bleibender Eindruck! Ein prägnanter, durchdachter und effizienter Auftritt!

Deshalb auch das Wort «Elevator». Ob richtig oder nicht, die Geschichte erzählt, dass der Ursprung dieser Art der eigenen Präsentation im Wunsch liegt, während einer kurzen Aufzugsfahrt die Chance zu ergreifen, und vor allem zu realisieren, sich (oder sein Produkt/Dienstleistung) so wirkungsvoll zu präsentieren, dass der Gesprächspartner überzeugt ist und dem Wunsch nachkommt, MEHR darüber zu erfahren.

Wenn man sich mit dem Thema «Elevator Pitch» beschäftigt stösst man schnell auf die Regel: Es darf nicht länger als 30 bis 60 Sekunden dauern. Ich möchte dem nicht grundsätzlich widersprechen. Ein Elevator Pitch muss kurz und bündig sein. Doch ich möchte es verdeutlichen – es geht nicht primär und zu streng genommen nur um die Geschwindigkeit bzw. die Dauer, sondern insbesondere um die Substanz, d.h. den Inhalt und die Art des Gesagten. Und – Achtung – auf die Situation! Denn glauben Sie mir, Ihren Elevator Pitch wirklich in einem Aufzug anzuwenden wird eher die seltene Ausnahme bleiben.

Aus diesem Grund pflege ich «verschiedene Arten» den Elevator Pitch zu differenzieren. Auch wenn sich die eigene Vorstellung immer der Regel «kurz, informativ und packend» unterordnen muss, macht es doch einen wesentlichen Unterschied, in welcher Situation man sich befindet, bzw. vorstellt. Ist das an einem privaten oder öffentlichen Anlass (Networking), ist es am Telefon (spontane Bewerbung / Vorabklärung einer Bewerbung / Nachfassen einer Bewerbung) oder ist es an einem Vorstellungsgespräch? Spüren Sie die Unterschiede? Aber natürlich! Am kürzesten, also wirklich nicht mehr als 60 Sekunden, sogar darunter, sollten Sie am Telefon sein! 60 Sekunden mögen jemandem «auf dem Prüfstand» als «unglaublich lang» vorkommen. Dennoch sind sie ungenügend, wenn Sie auf die Aufforderung «Stellen Sie sich bitte vor» bei einem Vorstellungsgespräch NUR in max. 60 Sekunden die triftigsten Informationen über sich «abhaken» wollen. In dieser Situation darf es etwas mehr sein, aber nicht langatmiger. An einem Anlass ist es wiederum anders – dort liegt die «erlaubte» Zeit irgendwo dazwischen (Telefon- und Vorstellungsgespräch) und hängt hauptsächlich davon ab, was für ein Anlass das ist und mit wem Sie sprechen.

Wenn man sich hauptsächlich an die Zeit hält (diese legendären 30 bis 60 Sekunden), geht man zwei Risiken ein. Das erste Risiko ist – mehr auf die Zeit zu achten, als auf die Aussagen. Das Zweite – so schnell zu sprechen, dass einem «schwindlig» wird. Der Gesprächspartner wird nicht nur «Bahnhof verstehen», er oder sie wird auch nichts «speichern» können. Schade!

Also behalten Sie die Zeit als relevant im Hinterkopf, machen Sie sie jedoch nicht - wie so oft - zum «A und O» des Elevator Pitches.

Und die Substanz? Was macht diese aus? Ja, das ist DIE FRAGE!

Was macht Sie aus? Was macht Sie einzigartig? Worauf möchten Sie Akzente setzen? Warum Sie? Was ist Ihnen wichtig? Was wollen Sie, dass «hängen bleibt»? Welches Problem lösen Sie? Was wollen Sie erreichen? Wofür stehen Sie?..., diese und einige weitere Fragen stellt man sich, wenn man an seinem Elevator Pitch arbeitet! Alle Antworten darauf in ein paar AUSDRUCKSSTARKE Sätze zu fassen, die kein Vortrag sind, ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Nicht zuletzt, sondern genau so wichtig wie der Inhalt ist «wie dieser gesagt» wird (nonverbale und paraverbale Kommunikationsebene). Das setzt noch eine Schwierigkeitsstufe mehr drauf.

Ein Elevator Pitch ist in der Tat «eine Kunst» und muss geschickt vorbereitet sein. Denken Sie «nur» an die Situationen zurück, die ich vorhin erwähnt habe und wofür Sie einen Elevator Pitch haben sollten. Gewiss dreht sich Ihre Vorstellung immer um Sie, nur Sie wenden es «anders» an. Deshalb müssen Ihre Aussagen nicht nur «erzeugt» werden, sondern viel, viel wichtiger - geübt werden.

Geübt bis zur Perfektion!




Meine Erfahrung zeigt mir, dass ein sehr grosser Anteil Menschen nicht primär an den Aussagen scheitern, die so oder so angepasst werden können, sondern an der Leichtsinnigkeit, mit der sie an diese wichtige Aufgabe herantreten. Sie denken sich im besten Fall «einmal laut ausgesprochen reicht es!». Unzählige Stellensuchende machen gar einen Kapitalfehler indem sie sich sagen «Ach, was soll das?!? Ich weiss doch wer ich bin, was es wichtiges über mich zu sagen gibt und wie ich mich vorstellen soll!» Falsch! Üben, anpassen, üben, anpassen, üben, üben, üben… heisst das einzige Erfolgsrezept! Sie können es mir glauben oder nicht, Sie können diesen Rat annehmen oder nicht, doch was Sie mit einer lahmen Darbietung versäumt haben, werden Sie spätestens dann verstehen, wenn Sie unmissverständlich zu spüren bekommen wie Ihr Gegenüber gelangweilt die Ferne oder den Themenwechsel sucht. Dann wissen Sie es – Sie haben (schon wieder) eine Chance verpasst!

Sie merken – es ist nicht ganz so einfach wie Sie vielleicht schon mal gedacht haben. Hoffentlich «geben Sie nicht gleich auf», denn damit sperren Sie einen wesentlichen Teil des Weges zu Ihrem Erfolg aus. Sie werden telefonieren müssen, Sie werden netzwerken müssen, Sie werden sich an (hoffentlich) vielen Interviews vorstellen können. Um all das kommen Sie bei einer Stellensuche nicht herum, die Frage ist nur wie machen Sie es? Vorteil sichernd oder Vorteil vernichtend?

IHR Elevator Pitch ist nicht nur sehr, sehr wichtig, er ist auch äusserst persönlich und einzigartig. Gewiss gibt es Menschen, die es schaffen werden mit irgendwelchen «unpersönlichen» Anleitungen zu einem Resultat zu kommen. Ob dieses gelungen ist oder nicht, möchte ich nicht werten. Wovon ich jedoch überzeugt bin – Menschen, denen es gelingt «alleine» einen hervorragenden Elevator Pitch zu verinnerlichen werden in einer sehr begrenzten Anzahl sein. Diese Überzeugung beruht nicht zuletzt auch auf meinen persönlich gesammelten Erfahrungen an Kursen – ob als Teilnehmerin oder als Kursleiterin. Da sitzen mehrere Personen in einem Raum, jeder davon mit seinem individuellen Niveau an Wissensstand und Fähigkeiten. All das in der «für das Thema begrenzt vorgesehenen Zeit» auf einen FÜR ALLE wertvollen Nenner zu bringen, ist selten möglich. Eigentlich nie!

Also, mein Rat an Sie – suchen Sie sich einen Profi, der Sie bei der Erstellung, Präzisierung, dem Üben und Setzen Ihres Elevator Pitches unterstützt! Der Ihre ganz persönliche Vorstellung differenziert betrachtet und Ihnen die wichtigen Ansatzpunkte und Aufbauschritte erklären kann. Der weiss wie die Spreu vom Weizen zu trennen ist. Der Ihnen hilft, Ihren Elevator Pitch zu einer Ansage zu machen, die Ohren und Türen öffnet und Ihren Weg zum Erfolg ebnet.


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