• Kremena Doynov

Sie sind es wert!


Arbeit zu haben ist ein Recht. Arbeit zu finden ganz was anderes. Das bekommen heutzutage manche Menschen zu spüren. Besonders stark diejenigen, die über eine längere Phase, trotz ernsthaften Bemühungen, keine Stelle finden.

Die Gefahr, mit zunehmender Dauer der Stellenlosigkeit in ein «Loch zu fallen», sich «aufzugeben» und sich nur noch mit negativen Gedanken zu beschäftigen ist eine ernst zu nehmende Tatsache.

Das Problem ist komplex. Auf der einen Seite stehen oft persönliche Merkmale eines Stellensuchenden, die sich auf die Jobsuche bremsend auswirken können (Alter, Nationalität, Qualifikationen, Erfahrung etc.), auf der anderen Seite, die in vielen Fällen völlig ungerechtfertigte Einstellung mancher Arbeitgeber nach dem Motto «wenn jemand über eine längere Zeit keine Stelle gefunden hat, muss das seine Gründe haben». Der Stellensuchende fühlt sich wie in einem «Mörser», der seine Motivation, sein Selbstbewusstsein, seine Ausdauer und seine Tatkraft… «zermahlt».

Ich weiss, es ist nicht einfach solchen Menschen Hoffnung zu vermitteln. Noch schwieriger ist es ihnen – aus ihrer Optik – brauchbare Tipps zu geben. Doch ich werde es versuchen!

Glauben Sie NICHT alles was Sie denken!

Das ist wahrscheinlich DAS WICHTIGSTE! Denn alles beginnt in unseren Köpfen. Das ist bewiesen und es steht nicht zur Diskussion. Fakt ist, wenn Sie nicht an sich glauben, wenn Sie sich als «Unnütz» betrachten, wenn Ihnen jede Absage ausschliesslich dazu dient, es sich selber und nochmals zu beweisen, dass Sie keine Erwerbszukunft haben… dann «sprühen» Sie das auch mit so einer Intensität um sich herum, dass Sie in der Lage sind, mit dieser «Überzeugung» auch weit, weit entfernte, mögliche Arbeitgeber «anzustecken».


Sie haben RECHTE!

Im Leben gibt es keine Situation, die «ohne einen Ausweg» ist! Menschen, die seit längerem erfolglos nach einer Stelle suchen, mag diese – auch bewiesene – Wahrheit völlig «abgehoben und blödsinnig» rüberkommen. Es ist aber so, «es gibt immer einen (Aus)Weg», auch dann wenn dieser, auf den ersten Blick, nicht «der absolut perfekte» zu sein scheint.

Was jedoch besonders wichtig in einer (scheinbar) «aussichts- und ausweglosen» Situation ist, ist am Ball zu bleiben. Aktiv zu sein. Sich zu informieren. An jede mögliche Tür zu klopfen, auch an solche, die man als «zugeschlagen» denkt. Die gezielte Suche nach einer Lösung steht nicht im Widerspruch mit dem eigenen Stolz, wie sich das manche oft denken, sondern ist ein Beweis für Charakterstärke.


Geben Sie Ihrem Leben eine STRUKTUR!

Zweifel ohne – es ist einfacher eine Tagesstruktur zu haben, wenn man Tag ein Tag aus arbeiten geht. Das bringt auch dann eine Lebensordnung mit sich, wenn man seine Arbeit nicht so toll findet. Wenn aber am Morgen kein Wecker brummt ist es schwieriger. Und wenn dieser Wecker über Monate «stumm bleibt» wird es prekärer.

Schritt eins – STELLEN Sie, um Gottes Willen, den Wecker ein! Genau so, als würden Sie arbeiten gehen! 2, 3, 5 Tage die Woche. Am Wochenende dann nicht, versteht sich. Stehen Sie auf! Nein, Sie müssen nicht auch noch im Haus herumrennen, um «den Zug nicht zu verpassen oder den Stau zu umgehen». Das nicht, aber STEHEN SIE AUF! Beginnen Sie den Tag... nicht erst um den Mittag herum.

Und auch «ins Bett gehen» ist ein Thema. Dass Sie «morgen nicht für die Arbeit aufstehen müssen» ist KEIN GRUND bis zum Morgengrauen vor dem Fernseher oder im Internet zu hängen. Die Gedanken rauben Ihnen den Schlaf? Es ist möglich und auch verständlich, doch auch dagegen gibt es eine Reihe von Hilfstechniken.


Machen Sie «TO DO»-Listen!

Wie war das als Sie gearbeitet haben? Erinnern Sie sich noch daran? Doch, aber sicher! (s. Punkt 1). Also, als Sie gearbeitet haben hatten Sie Aufgaben, die Sie über den Tag, über die Woche, den Monat… wie auch immer, aufgeteilt haben. Sie haben diese geplant und erledigt. Beruhigen Sie Ihr natürliches Verlangen «etwas erledigt zu sehen» auf gar keinen Fall mit falschen Gedanken der Sorte «Sie wurden damals nur fremdbestimmt» und «erst jetzt sind Sie frei zu entscheiden was und wann Sie etwas erledigen». Es ist besonders wichtig, auch in einer Phase, die – trügerischerweise – nicht nach einer Planung verlangt, es ERST RECHT zu machen.

Block: Stelle suchen/von...bis...; Block: XY treffen/von...bis...; Block: lesen/von...bis...; Block: spazieren/Sport/Hobby etc./von...bis...; Block: Pause/von...bis...; Block: Haushalt/von...bis..., etc.

Schreiben Sie jede noch so kleine und als «unwichtig» erscheinende Aufgabe auf und streichen Sie diese durch, sobald Sie sie erledigt haben.

Mag komisch tönen, ist aber ungemein wichtig! Denn wenn Sie ohne Tagesablauf «in den Tag hineinleben» werden Sie Abend für Abend mit dem erdrückenden Gedanken «heute wieder nichts gemacht zu haben» ins Bett gehen.


HÄNDE WEG!

Vor übermässigem Alkoholkonsum. Über andere «Glückmacher» wollen wir gar nicht erst sprechen, es versteht sich von selbst. In Alkohol oder sonstwas Ihren Frust zu «ertrinken und zu benebeln» ist DAS DÜMMSTE was Sie machen können! Es kostet Sie nicht nur viel Geld, dass Sie in dieser Zeit mehr als sonst für gescheitere Sachen brauchen können, nein, es kostet Sie auch GEHIRNZELLEN. Ja, ja, auch das ist bewiesen!


Treffen Sie MENSCHEN!

Und zwar nicht ausschliesslich «virtuell» und primär in Facebook. Zugegeben es ist verlockend sich im Internet mit anderen über Gott und die Welt zu unterhalten. Es spart Distanzen… und Ausgaben. ABER! Es lässt Sie auch noch mehr vereinsamen. Also suchen Sie aktiv den persönlichen Kontakt zu Kollegen, Familienmitgliedern, ehemaligen Weggefährten, Bekannten usw. Manchmal gar zu «wild fremden Menschen», wenn sich eine gute Gelegenheiten dafür bietet. Einfach nicht «plump».

Und wenn es nicht schon bei der ersten Kontaktaufnahme klappt, geben Sie nicht gleich auf! Denken Sie nicht sofort… ach was, lesen Sie nochmals Punkt 1. Es ist nun mal so, in der Situation in der Sie sich befinden, sind Sie diejenige Person, die den aktiveren Part einer Treffvereinbarung spielen muss. In dieser logischen Sache gibt es öfters als Sie denken KEINE «versteckten Botschaften» der anderen Seite.


Doch passen Sie auf mit WAS für Menschen Sie sich treffen!

Und das genauso «virtuell» wie auch «real». Auch wenn Sie Zeit haben, verschwenden Sie es auf GAR KEINEN FALL mit der Sorte «Bekanntschaften», die auf Sie demotivierend und/oder destruktiv wirken. Die Ihnen das Gefühl geben «wertlos» zu sein. Die Sie mit negativen Emotionen «aufladen». Machen Sie einen grossen Bogen um Menschen herum, die Ihre eigenen, bitteren Gefühle und Gedanken mit irgendeiner Art ihres Benehmens zu «festigen» scheinen. UNBEDINGT!

LERNEN Sie etwas!

Oh, nein! Sagen Sie bitte nicht sofort «Dafür habe ich kein Geld!». Heute, wie in keiner anderen Zeit dieser Weltgeschichte ist es am einfachsten seine Kompetenzen, Fähigkeiten, Wissen und Können zu erweitern oder zu vertiefen. Und zwar OHNE dafür tief in der Tasche greifen zu müssen oder eine Schulbank zu drücken! Macht es «klick»?!

Ja, GENAU! Im Internet! Dort und genau dort liegt so viel Wissen und Können bereit, dass Sie nur «klick» machen müssen. Blogs, Vlogs, Fachforen, Lernportale, Anleitungen, Lektionen, Tutorials, Webinare... schier ohne Ende! Wollten Sie sich nicht schon immer über ein Thema vertiefter informieren? Hatten Sie früher nie das Gefühl gehabt «die Zeit reicht mir nicht um …», was auch immer? Haben Sie nicht schon Menschen bewundert, die das oder jenes konnten? «Oh, die Sprache, die würde ich so gerne können!», haben Sie sich das noch nie gedacht?... usw.

Also nichts wie ran! Recherchieren Sie, suchen Sie und eignen Sie sich das Know-how über Themen an, die Sie schon früher lernen wollten, die Sie interessieren und horizonterweiternd sind! Denn wissen Sie was?! Man kann NIE WISSEN…

HELFEN Sie anderen!

«Was?!?», fragen Sie sich vielleicht in genau diesem Moment. «Anderen helfen? Ich bin doch der-/diejenige, der/die Hilfe braucht!!!» Stop! STOP! Stoppen Sie bitte sofort diese Ablehnung und lesen Sie weiter!

Ja, so merkwürdig dieser Gedanke Ihnen auch vorkommen mag, so wichtig ist es auch JETZT, anderen zu helfen!

Warum? Erstens, weil es immer Menschen gibt, die es «noch mehr als Sie» nötig haben! Echt! Zweitens, das ist eine gute Gelegenheit, etwas was Sie wissen und können auch anzuwenden! Besser zu werden! Drittens, weil ein Engagement zu haben Ihre Gedanken füllt! Sinnvoll! Aber am ALLERWICHTIGSTEN weil Sie dadurch das Gefühl bekommen, WERTVOLL ZU SEIN! Und… nicht zuletzt – wenn Sie anderen helfen, kommt die Hilfe früher oder später auch «zurück»! In irgendeiner Form! Garantiert!



Geben Sie NIE AUF!

Mit dieser genauso wichtigen «Aufforderung» wie der erste Punkt möchte ich «abschliessen». Ich weiss, «das wissen Sie selber»... machen Sie es aber auch?! Konsequent?! Wenn Sie sich je länger, je mehr wie auf dem Bild zu diesem Bericht fühlen, müssen Sie ernsthaft damit rechnen - geben Sie sich auf, wird Sie, leider, leider, auch «das Universum» aufgeben. Und wenn ich «das Universum» sage, meine ich damit nicht ausschliesslich irgendeine geheime Lehre oder die Esoterik. Es werden Sie nach und nach ganz reelle Menschen und Institutionen um Sie herum «aufgeben». Die einen schneller, die anderen nach einer gewissen Zeit. Das wollen Sie bestimmt nicht. Wie Sie das schaffen sollen? Zumal in dem Sie die vorherigen Punkte einhalten! Aber nicht nur das!

Jetzt passen Sie auf! Wenn Sie das Gefühl übermannt «die Decke fällt Ihnen auf den Kopf», wenn Sie denken «alles geht Berg ab, ich mag nicht mehr»… dann sitzen Sie ab, nehmen Sie einen Stift und ein Blatt Papier und schreiben Sie alles, aber wirklich ALLES auf, was Sie HABEN! Schreiben Sie jeden NOCH SO KLEINEN Vorteil auf, den Sie gewohnt sind als selbstverständlich anzunehmen. Starten Sie zum Bsp. mit dem, dass Sie «ein Dach über dem Kopf haben», dass Sie zu essen haben, in einem Bett schlafen gehen können, dass Sie warm duschen können, dass Sie einige Meter vor Ihrer Türe entfernt in aller Ruhe in der Natur spazieren gehen können usw... Schreiben Sie die Namen aller Menschen auf, die SIE GERNE HABEN! Und die Sie auch lieben und schätzen! Schreiben Sie auf, dass Sie Ihr Leib und Leben nicht fürchten müssen! Usw. usf. Ich WETTE die Liste wird «unendlich» sein! Diese, oft als «komischer Rat» bezeichnete Technik hilft, durch manche als «aussichtslos» erscheinende Lebensphasen zu gehen. Anstatt Sie darum zu bitten es mir zu glauben, sage ich einfach - versuchen Sie es!

Aber wir sind noch nicht fertig mit «der Liste»! Achtung! Und jetzt, nachdem Sie sich buchstäblich «vor die Augen geführt haben» was Sie ALLES HABEN, gehen Sie einen nächsten Schritt weiter. Jetzt schreiben Sie ALLES was Sie WISSEN UND KÖNNEN auf! Denken Sie scharf und «ohne Einschränkung». Bremsen Sie sich schon gar nicht mit dem Gedanken «dafür habe ich kein Diplom»!

Also los! Kochen?! Einrichten?! Grüner Daumen?! Menschen motivieren?! Autos reparieren?! Zusammenhänge klar und verständlich erklären?! Massieren?! Schreiben?! Restaurieren?! Programmieren?! Ein Instrument spielen?! Planen und organisieren?! Fotografieren?!?... OMG… SIE KÖNNEN MEHR ALS SIE DENKEN!

Und nun der letzte Schritt. Machen Sie Ihre Augen zu. Lassen Sie Ihre Gedanken «spielen» und überlegen Sie FREI, ohne «wenn und aber»… wie Ihr Leben aussehen kann, wenn Sie HEUTE NICHT AUFGEBEN und Sie sich Ihre Qualitäten und Stärken zu Nutzen und zum Vorteil machen!

Alles, alles Gute!

PS. Und noch ein letzter Tipp: Lesen Sie das Buch «DIE ENTSCHEIDUNG LIEGT BEI DIR!» von Reinhard K. Sprenger.

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